Die Geschichte des Königin Victoriaberges .....

Seinen majestätischen Namen verdankt das Weingut dem Interesse der englischen Königin für die guten Weine des Rheingaus.

Als Ihre Majestät Königin Victoria und ihr deutscher Ehemann Prinz Albert 1845 nach Hochheim reisten, um das Geheimnis der englisch „hock“ genannten Spitzenweine zu lüften, lud der Winzer Georg Michael Papstmann sie auf sein Weingut ein. Die zeitgenössischen Stadtväter hatten den Weinberg urkundlich als einen "der schönsten und besten der Hochheimer Gemarkung" bezeichnet, es bestanden also gute Voraussetzungen, das königliche Paar zu einer Weinprobe am Anbauort zu verführen.
Aus der einmaligen Ehrung durch die königliche Majestät erwuchs eine Tradition, zumal dem Winzer im Dezember 1850 urkundlich die Gunst gewährt wurde, die Lage künftig "Königin Victoriaberg" nennen zu dürfen.
Am 24. Mai 1854, dem 35. Geburtstag der Königin, enthüllte der stolze Papstmann inmitten der Weinberge das im englisch-neugotischen Stil errichtete Denkmal. Gemeinsam mit dem traditionellen Etikett für den Wein aus dieser Lage kündet es noch heute von dem weinhistorischen Ereignis. Der kleine Platz vor dem Denkmal ist übrigens bestens für Weinproben und andere Veranstaltungen geeignet.

... und deren Verbindung mit der Familie Hupfeld

Die Tradition der Winzerfamilie Hupfeld begann 1907. Damals erwarb Henner Hupfeld ein Weingut in Mittelheim, einem Ortsteil von Oestrich-Winkel. Seine Familie betrieb ein Fuhrgeschäft und schickte die Weine des Sohnes rasch über weitverzweigte Absatzwege bis nach Ostpreußen und Holland. Henners Sohn Arndt-Richard Hupfeld vergrößerte die väterliche Weinbergs-fläche von 3 auf 5,5 ha und erweiterte auch die Kellerräume beträchtlich.
Der Königin Victoriaberg, der 1917 in den Besitz des Weinguts Neus gelangt war, ging durch die Heirat von Irmgard Neus und Arndt-Richard Hupfeld in das Hupfeld´sche Weingut ein. Als sich Arndt-Richard Hupfeld 1990 zur Ruhe setzte, übernahm sein ältester Sohn Henning Hupfeld gemeinsam mit seiner Frau Hiltrud die Führung des Hochheimer Weingutes.